Weinzitate #2: Goethe

Porträt Goethe
Porträt Goethes von Joseph Karl Stieler [Public domain], via Wikimedia Commons

Es gibt wohl kaum einen zweiten deutschen Dichter, der dem Wein derart verbunden war wie Goethe. Sein Hang zum vergorenen Rebensaft ist Legende und füllt tausende Seiten in diversen Büchern, die sich sogar zum Teil mit nichts anderem beschäftigen als eben diesem Hang jenes Mannes zum Wein.
Da liegt es nahe in einer Reihe, die Weinzitate heißt, ein paar der bekanntesten Weinzitate eben dieses Mannes: Johann Wolfgang Goethe, einmal aufzuführen:



 



Goethe und der Wein - Zitate

 
Traube
Foto: Anja Kircher-Kannemann
Der Wein, er erhöht uns, er macht uns zum Herrn
und löset die sklavischen Zungen.
_______________

Meinen Wein trink ich allein.
Niemand setzet mir Schranken.
Ich hab so meine Gedanken.
_______________

Solang man nüchtern ist,
gefällt das Schlechte.
Wie man getrunken hat,
weiß man das Rechte.
_______________

Wenn man nicht trinken kann,
soll man nicht lieben.
Doch sollt ihr Trinker euch
nicht besser dünken:
Wenn man nicht lieben kann,
soll man nicht trinken.
_______________

Wein und Frauen sind auf Erden aller Weisen Hochgenuss,
denn sie lassen selig werden, ohne dass man sterben muss
_______________

Schloss Johannisberg
Schloss Johannisberg, Foto: Anja Kircher-Kannemann
Lieb-, Leid- und Weines Trunkenheit, ob's nachtet oder tagt,
die göttlichste Betrunkenheit, die mich entzückt und plagt.
_______________

Der Wein erfreut des Menschen Herz,
und die Freudigkeit ist die Mutter aller Tugenden.
Wenn ihr Wein getrunken habt,
seid ihr alles doppelt, was ihr sein sollt:
noch einmal so leicht denkend,
noch einmal so schnell unternehmend, noch einmal so schnell ausführend.
_______________


Ein Mädchen und ein Gläschen Wein
sind die Retter in der Not,
denn wer nicht trinkt und wer nicht küßt,
der ist so gut wie tot.
_______________


Ohne Wein und ohne Weiber hol' der Teufel uns're Leiber!
________________



Pinot Noir
Pinot Noir - Weingut Lelievre, Lothringen, Foto: Anja Kircher-Kannemann
Ein echter deutscher Mann mag keinen Franzen leiden.
Doch ihre Weine trinkt er gern.
_______________



Für Sorgen sorgt das liebe Leben.
Und Sorgenbrecher sind die Reben.
________________



Trink, betrübter, totenbleicher Wassertrinker!
Trink doch Wein!
Deine Wangen wirst Du färben,
Weiser werden,
Früher sterben,
Aber glücklich sein!
_______________


Solange man trinken kann, läßt sich´s noch glücklich sein.
_______________

Frisch ! Der Wein soll reichlich fließen!
Nichts Verdrießlichs weh` uns an !
Sage, willst du mitgenießen,
hast du deine Pflicht getan?
______________

Trunken müssen wir alle sein!
Jugend ist Trunkenheit ohne Wein;
Trinkt sich das Alter wieder zu Jugend,
so ist es wundervolle Tugend.
Für Sorgen sorgt das liebe Leben,
und Sorgenbrecher sind die Reben.
Solange man nüchtern ist,
gefällt das Schlechte;
wie man getrunken hat,
weiß man das Rechte.
_______________

Es lebe die Freiheit! Es lebe der Wein!
_______________
 
Die stille Freude wollt ihr stören?
Laßt mich bei meinem Becher Wein;
Mit andern kann man sich belehren,
Begeistert wird man nur allein.





Kommentare